HH: 200210-1. Zuführung nach versuchtem Tötungsdelikt in Hamburg-Neugraben-Fischbek

Tatzeit: 21.01.2020, 15:30 Uhr Tatort: Hamburg-Neugraben-Fischbek, Königswiesen

Nach Auseinandersetzung in Parkhaus: Jugendlicher in Untersuchungshaft.

Im Januar war es in einem Parkhaus am S-Bahnhof Neugraben zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen, bei der ein 15-jähriger Jugendlicher von zwei gleichaltrigen Jungen attackiert wurde. Die beiden Tatverdächtigen deutscher Staatsangehörigkeit sind verdächtig, mit Schlägen und teils massiven Tritten auf den 15-Jährigen eingewirkt zu haben und anschließend geflüchtet zu sein. Der 15-Jährige erlitt Hämatome und Prellungen an Kopf und Oberkörper und war zwischenzeitlich offenbar auch bewusstlos. Nach der Tat begab er sich nach Hause und erstattete am Folgetag eine Strafanzeige.

Die ersten Ermittlungen wurden wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung zunächst beim Harburger Fachdezernat für Jugenddelikte (LKA 184) geführt. Polizei und Staatsanwaltschaft kamen dabei allerdings zu der Annahme, dass die Tat aufgrund der gezeigten Brutalität auch als ein versuchtes Tötungsdelikt gewertet werden könnte. Daraufhin wurden die Ermittlungen von der Mordkommission (LKA 41) übernommen.

Am vergangenen Freitagmorgen vollstreckten die Ermittler dann zeitgleich zwei von der Staatsanwaltschaft für die elterlichen Wohnungen erwirkte Durchsuchungsbeschlüsse. Hierbei stellten sie Beweismittel sicher, die nun ausgewertet werden.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft verblieb einer der beiden Tatverdächtigen mangels Haftgründen auf freiem Fuß, der mutmaßliche Haupttäter wurde vorläufig festgenommen und einem Haftrichter zugeführt. Gegen ihn wurde noch am Freitagnachmittag Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung erlassen.

Die weiteren Ermittlungen, insbesondere auch zu den Hintergründen, dauern an.

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