POL-WHV: Die Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland nimmt Poser ins Visier – großangelegte Verkehrskontrollen zur Feststellung von Autotuning (2 Fotos) zog mehrere Verfahren nach sich

In einer mehrstündigen Kontrolle haben Polizeibeamtinnen und -beamte der Polizeiinspektion Wilhelmshaven / Friesland am Samstagabend, 01.08.2020, mit Unterstützung von Kolleginnen und Kollegen der Bereitschaftspolizei Oldenburg, Kolleginnen und Kollegen vom Zoll sowie zwei Kolleginnen der Diensthundführergruppe der Polizeidirektion Oldenburg durchgeführt.

„Zur Feststellung möglicher Verstöße in Verbindung mit dem umfangreichen Thema des Tunens von Fahrzeugen, bedarf es besonderer Kenntnisse“ erklärt Tim Bachem, Leiter der Verfügungseinheit.

Aus diesem Grunde hatte die Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland erst im letzten Frühjahr eigenes Personal beschult:

„Veränderungen an der gesetzlich vorgeschriebenen Bauart eines ein- oder mehrspurigen Kraftfahrzeuges führen neben einem möglichen Erlöschen der Betriebserlaubnis häufig zu einer Verschlechterung der Fahreigenschaften“ erläutert Bachem die negative Beeinflussung der Verkehrssicherheit und verdeutlicht das Ziel der groß angelegten Kontrolle:

„Unsere Kontrollmaßnahmen dienen der Verkehrssicherheitsarbeit und damit der Reduzierung von Verkehrsunfällen sowie der Minderung der nicht selten schwerwiegenden Unfallfolgen, die im Zusammenhang mit dem Konsum von Alkohol und Drogen, den Manipulationen an Kraftfahrzeugen und der Problematik von Rasern stehen!“

Die deutschlandweit bekannte Problematik der unzulässigen Veränderungen an PKW, sowie Rasern, spiegelt sich auch im Bereich der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland wieder.

„So wollen sich die Fahrzeugführer mit ihren PKW an Orten profilieren, wo sie einem großen, meist jungem, Publikum auffallen“ so Bachem, und ergänzt, dass sich diese Problematik in der Stadt Wilhelmshaven an einigen sog. Hotspots zeigt, so dass die ganzheitliche Kontrollen (Personen und -Verkehrskontrollen) auch an diesen Orten durchgeführt wurden.

Bei festgestellten Verkehrsverstößen wurde mit niedriger Einschreitschwelle konsequent vorgegangen. Hier die Ergebnisse: Insgesamt leiteten die Beamten acht Verkehrsordnungswidrigkeitenverfahren ein, weil an den jeweiligen Pkw die Betriebserlaubnis erlöschen war.

In sechs Fällen wurde die Weiterfahrt untersagt und die Pkw mussten an der Kontrollstelle stehen bleiben. In den meisten Fällen wurden die Fahrzeuge mit nicht eingetragen Rad-/Reifenkombinationen (s. Fotos) geführt.

„Nimmt ein Verkehrsteilnehmer sein Fahrzeug in Betrieb, obwohl die Betriebserlaubnis erloschen war, erwartet ihn grundsätzlich ein Bußgeld von 50 Euro“ erklärt Bachem. „Kommt zudem noch die Gefährdung der Verkehrssicherheit dazu, hat der Betroffene mit einem Bußgeld von 90 Euro zu rechnen und ihm wird auch noch ein Punkt in das Verkehrszentralregister eingetragen.“

Im Bereich Varel wurde ein 20 Jahre alter Mann angehalten und kontrolliert. Die Beamten stellten fest, dass der Pkw-Führer vor Fahrtantritt Kokain konsumiert hatte. Aus diesem Grunde musste der junge Mann die Entnahme einer Blutprobe über sich ergehen lassen. Hierbei leistete der 20jährige Mann Widerstand gegen die Polizeibeamten und es wurde ein weiteres Ermittlungsverfahren gegen ihn eingeleitet. Zudem wird nun auch wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz gegen ihn ermittelt.

Im Bereich Wilhelmshaven wurde bereits am frühen Abend ein 51-Jähriger Wilhelmshavener von einer Funkstreifenwagenbesatzung der Bereitschaftspolizei aus Oldenburg angehalten und kontrolliert. In der Atemluft stellten die Beamten Alkoholgeruch fest. Ein anschließender Atemalkoholtest ergab ein Ergebnis von 1,23 Promille. Gegen ihn leiteten die Beamten ein Verfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr ein, untersagten die Weiterfahrt und stellten den Führerschein sicher.

Wie vor einigen Tagen veröffentlicht wurde, ist die Geschwindigkeit im gesamten Bereich des Südstrandes auf 30 km/h reduziert worden, so dass die Einhaltung der Geschwindigkeit in diesem Bereich auch am Samstagabend kontrolliert wurde.

Die Beamten der Verfügungseinheit und der Bereitschaftspolizei aus Oldenburg konnten hierbei insgesamt sechs Überschreitungen der zulässigen Höchstgeschwindigkeit feststellen, bei denen die jeweiligen Fahrzeugführer nun ein Fahrverbot erwartet.

Trauriger Spitzenreiter war hierbei eine 42-jährige Wilhelmshavenerin, die in der 30-Zone mit vorwerfbaren 79 km/h gemessen wurde. Die Dame erwartet ein Fahrverbot von zwei Monaten und ein Bußgeld in Höhe von 160 Euro.

„Unsere Ergebnisse machen deutlich, wie wichtig diese Überprüfungen auf dem Sektor sind“ so das Resümee von Bachem, der damit auch in nächster Zeit weitere Kontrollen ankündigt!

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