LKA-NI: Festnahme in Wolfsburg wegen Verdachts der Mafia-Mitgliedschaft – Generalstaatsanwaltschaft hat Auslieferungshaftbefehl beantragt

(Gemeinsame Pressemitteilung der Generalstaatsanwaltschaft Braunschweig und des Landeskriminalamts Niedersachsen)

In den frühen Stunden des heutigen Tages (01. Juli 2020) ist ein italienischer Staatsangehöriger durch Beamte des Niedersächsischen Landeskriminalamtes und weiterer Polizeikräfte aus der Polizeidirektion Braunschweig in Wolfsburg festgenommen worden. Nähere Einzelheiten zum Hintergrund und der Person des Verfolgten können angesichts des in Italien laufenden Ermittlungsverfahrens zum jetzigen Zeitpunkt nicht gegeben werden.

Die ermittelnden italienischen Behörden werfen dem Verfolgten die Mitgliedschaft in einer mafiaartigen kriminellen Vereinigung vor, die unter anderem mutmaßlich im nationalen und internationalen Drogenhandel aktiv ist, und haben durch Europäischen Haftbefehl um Festnahme und Auslieferung des Verfolgten an Italien zur dortigen Strafverfolgung ersucht.

Die für das Auslieferungsverfahren zuständige Generalstaatsanwaltschaft Braunschweig führt das Verfahren in Deutschland.

Das Oberlandesgericht Braunschweig hat auf Antrag der Generalstaatsanwaltschaft die Auslieferungshaft angeordnet. Der Haftbefehl ist dem Verfolgten heute verkündet worden. Er befindet sich nun bis zur Entscheidung über die Auslieferung in der Bundesrepublik Deutschland in Haft. Soweit Beweismittel sichergestellt wurden, können diese an die italienischen Strafverfolgungsbehörden zur Durchführung des dortigen Strafverfahrens herausgegeben werden.

Das Verfahren, in dem auch weitere nationale und europäische Strafverfolgungsbehörden, u.a. Europol und Eurojust, eingebunden sind, ist beispielgebend dafür, wie gut die länderübergreifende Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden in Europa funktioniert.

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