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KS: Kassel: Bankangestellte verhindert Trickbetrug: Seniorin wollte 20.000,- Euro für falsche Cousine abheben

Kassel (ots) – Einer aufmerksamen Angestellten einer Bankfiliale im Kasseler Stadtteil Harleshausen ist es zu verdanken, dass eine 80 Jahre alte Kundin nicht um ihr Erspartes gebracht wurde. Die Seniorin war zuvor der sogenannten Enkeltrickmasche zum Opfer geworden. Ihre angebliche Cousine hatte angerufen und um eine finanzielle Unterstützung gebeten. Ein späterer Rückruf deckte die perfide Tat auf. Vermutlich dieselbe Tätergruppe versuchte zuvor in mindestens sieben bislang der Kasseler Polizei bekannten Fällen an das Geld der jeweils Angerufenen zu kommen. Die Taten scheiterten jedoch.

Die gestrige Serie von Enkeltrickdelikten, die bislang polizeilich bekannt wurden, endete offenbar gegen 14.30 Uhr mit dem Anruf bei der 80-Jährigen im Stadtteil Harleshausen. Eine angebliche Cousine meldete sich bei der Rentnerin und bat um finanzielle Hilfe für eine Immobilie. Die Cousine säße bei einem Notar in Göttingen, könnte das ultimative Schnäppchen machen, müsste aber kurzfristig finanziell mit 20.000,- Euro unterstütz werden. Die hilfsbereite 80-Jährige glaubte wirklich von ihrer Verwandten angerufen worden zu sein und begab sich zur Bank im Stadtteilkern. Dort traf sie glücklicherweise auf eine sehr sensible und aufmerksame Angestellte, die die Kasseler Polizei informierte. Dem siebten Sinn der Bankmitarbeiterin ist es zu verdanken, dass die Seniorin anschließend Abstand von ihrem Vorhaben nahm, 20.000,- Euro vom Konto abzuheben. Nach Beratung durch die Polizei rief die 80-Jährige ihre echte Cousine an. Die fiel aus allen Wolken, da sie gar nicht angerufen hatte und der ganze Schwindel fiel auf. Möglicherweise hatten auch die Täter Lunte gerochen. Sie meldeten sich nicht mehr bei der Seniorin und konnten unerkannt entkommen.

Auch zu den bis dahin bekannt gewordenen Taten liegen der Kasseler Polizei bislang keine konkreten Hinweise auf die Täter vor. Sie hatten es gegen 11.30 Uhr im Vorderen Westen, um 12.15 Uhr am Jungfernkopf und zwischen 13 und 14.30 Uhr in Helleböhn, Wehlheiden und im Forstfeld versucht. Die dabei erreichten Rentnerinnen und Rentner bemerkten allerdings jeweils sofort, dass etwas nicht ganz koscher war und legten den Anrufern auf.

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Updated: 1. Dezember 2016 — 21:37
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