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MTK: Krifteler lassen sich nicht mit „Enkeltrick“ täuschen

Hofheim (ots) – Pressemitteilung der Polizeidirektion Main-Taunus vom Dienstag, 29. November 2016

Krifteler lassen sich nicht mit „Enkeltrick“ täuschen, Kriftel, Dienstag, 29.11.2016,

Gleich drei Mal haben Betrüger am heutigen Dienstag versucht, Senioren mit dem sogenannten „Enkeltrick“ über den Tisch zu ziehen. Doch die Krifteler ließen sich nicht täuschen, sodass die Täter am Ende leer ausgingen. Am frühen Nachmittag klingelte das Telefon einer Seniorin. Ein junger Mann am anderen Ende der Leitung gab sich als Verwandter aus, der sich in akuten finanziellen Schwierigkeiten befände und dringend Geld benötige. Die Rentnerin erkannte jedoch, dass es sich bei dem Anrufer nicht um das angebliche Familienmitglied handelte; sie reagierte richtig, indem sie das Gespräch beendete und die Polizei informierte. Auf ähnliche Art und Weise versuchten die Betrüger in Kriftel noch mindestens zwei Mal ihr Glück und forderten dabei mehr als 60.000,- Euro, Beute machten sie jedoch in keinem Fall.

Leider gehen die Betrugsversuche nicht immer so glimpflich aus. Beim sogenannten „Enkeltrick“ nehmen die Täter telefonisch Kontakt zu älteren Menschen auf und geben vor, Verwandte oder gute Bekannte zu sein. Dabei täuschen sie eine akute Notlage vor und bitten um Geldbeträge. Da sie angeblich nicht selber kommen können, soll jemand anderes das Geld abholen.

„Rate mal wer am Telefon ist?“ Die Antwort kommt sofort. „Bist du es Florian?“ „Ja, ich bin es. Ich habe ein Problem. Mein Auto ist kaputt und brauche dringend ein Neues. Ich könnte jetzt äußerst günstig eins bekommen. Ich bin aber gerade nicht flüssig.“ So oder ähnlich kann ein Gespräch beginnen, bei dem der Betrüger oder die Betrügerin mittels des Enkeltricks hohe Bargeldbeträge von älteren Menschen ergaunert. Der psychische Druck wird im Laufe des Gespräches auf die Opfer immer mehr erhöht und sie werden um Verschwiegenheit gebeten. In zahlreichen Fällen haben die Geschädigten das Geld an die fremden Personen ausgehändigt, die sich oft nur mit einem im Telefonat vereinbarten Kennwort als Berechtigte ausweisen.

Die Polizei rät:

-Wenn Sie selbst ein solches Telefonat erhalten, prüfen Sie bitte,
ob Sie wirklich mit dem angeblichen Anrufer sprechen. Rufen Sie 
selbst Ihren Verwandten, Angehörigen oder Bekannten unter sonst 
üblichen Telefonnummern zurück.
-Geben Sie niemals fremden Personen Bargeld.
-Sprechen Sie mit einer Ihnen vertrauten Person oder der 
Kundenberaterin / dem Kundenberater Ihres Geldinstitutes über den 
Vorfall.
-Informieren Sie sofort die Polizei Notruf 110, wenn Sie den 
Verdacht haben, dass etwas nicht stimmen könnte.
-Als Angehörige von älteren Menschen bitten wir Sie, ihre 
Angehörigen über diese Betrugsform zu informieren.
-Gerne können Sie weitere Informationen durch unsere Polizeiliche 
Beratungsstelle, Telefon (06192) 2079-231, erfahren.
Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Westhessen - Wiesbaden
Konrad-Adenauer-Ring 51
65187 Wiesbaden
Pressestelle
Telefon: (0611) 345-1048/1041/1042
E-Mail: pressestelle.ppwh@polizei.hessen.de
Updated: 29. November 2016 — 19:55
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