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FB: Die Auswirkungen des eigenen Handelns verstehen – Was aus einem „Horror-Clown-Fall“ wurde

Friedberg (ots) – Die strafrechtlichen Konsequenzen sind das eine, die Reichweite und die Auswirkungen des eigenen Tuns verstehen, das andere. Um Letzteres geht es den Beamten der Ermittlungsgruppe und den Eltern eines Opfers nach einer Bedrohung im letzten Monat vor allem.

Kurz vor Halloween war es, als das Thema Horror-Clowns in den Medien hochkochte. Viele fühlten sich durch die Berichterstattung offenbar erst ermuntert selbst zum Schrecken für andere zu werden. Und wo keine Horror-Maske vorhanden war, da taugte auch alles andere, Hauptsache der Verängstigungsfaktor stimmte.

So dachte offenbar auch ein Jugendlicher aus Rosbach. Am 26. Oktober erschreckte er in der Kurt-Schumacher-Straße einen 12-Jährigen, der gerade auf dem Nachhauseweg vom Fußballtraining war. Einen Hammer hielt der 18-jährige Rosbacher dabei in der Hand, um sein Grusel-Outfit zu unterstreichen. Dabei war er nicht alleine unterwegs, sondern in Begleitung eines gleichaltrigen unverkleideten Freundes. Was genau der „Clown“ zu dem Jungen sagte, den er erschreckte, das konnte noch nicht abschließend geklärt werden. Fest steht, er erschreckte das Kind zu Tode, so dass es verängstigt zurück auf den Fußballplatz rannte.

Schnell verbreiteten sich die Erzählungen des Jungen und die Mitteilung über die Sichtung des Horror-Clowns – Fluch und Segen der Sozialen Medien gleichermaßen. Zum einen machte sich damit eine gewisse Angst bei den Bürgerinnen und Bürgern Rosbachs breit, zum anderen trug die Verbreitung zur Klärung des Falls bei.

Diverse Informationen zum mutmaßlichen Clown erhielt die Schutzfrau vor Ort, die wegen Bedrohung ermittelte. In der vergangenen Woche erfolgte die Durchsuchung der Wohnung des 18-jährigen Tatverdächtigen. Neben dem Kostüm fand sich darin auch der Hammer, mit dem der Jugendliche sein Opfer erschreckte. Was sich nur langsam fand, war die Einsicht der Jugendlichen, dass sie etwas Unrechtes getan hatten.

Während der junge Mann und sein Freund nun mit einer strafrechtlichen Konsequenz rechnen müssen, hoffen vor allem die Eltern des 12-jährigen Opfers darauf, dass der Clown und sein Freund für die Zukunft ihre Lehren aus der Tat gezogen haben und ein umsichtigeres Handeln an den Tag legen werden.

Sylvia Frech, Pressesprecherin

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Updated: 29. November 2016 — 20:26
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