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LIP: Detmold / Lage. Fahrer wollte nicht anhalten.

Lippe (ots) – Am Sonntagabend wollte eine Streifenwagenbesatzung einen roten VW Polo kontrollieren, der gegen 19.00 Uhr auf dem Plantagenweg in Richtung Meierstraße unterwegs war. Dessen Fahrer gab jedoch Gas und versuchte sich über einen Zeitraum von gut 15 Minuten der Kontrolle zu entziehen. Dank guter polizeilicher Koordination hatte er keine Chance! Der Streifenwagen setzte sich hinter den Polo, dessen Fahrer zunächst auf die Hiddeser Straße in Richtung Hiddesen einbog. Die Beamten schalteten das Blaulicht nebst Martinshorn an, um allein schon dadurch andere Verkehrsteilnehmer vor dem flüchtenden Polo zu warnen. Während der Fahrt stellte sich heraus, dass die an dem VW angebrachten Kennzeichen als gestohlen gemeldet sind. Die Beamten behielten in sicherem Abstand Sichtkontakt zu dem Fahrzeug, dessen Fahrer nun über die Stoddartstraße Richtung Lage fuhr und folgten ihm einfach. In Höhe der Donoper Teiche hatte die Polizei zwischenzeitlich eine Teilsperre eingerichtet, die der Polo-Fahrer jedoch umkurvte und trotz Rotlicht über die Kreuzung Oerlinghauser Straße weiter in Bielefelder Straße fuhr. Von dort aus ging es über die Pivitsheider Straße nach links auf die Lagesche Straße (B239) und sofort nach rechts über den Papendiek in Richtung Heiden. Von hier fuhr der Fahrer weiter über die Heidensche Straße nach rechts in die Triftenstraße nach Lage. Die Fahrt ging dann wieder zurück in Richtung Heiden. Schließlich stoppte der Polo-Fahrer im Papendiek und alle Insassen versuchten zu Fuß zu flüchten. Da sich das Netz rund um den Polo jedoch schon vorher immer enger gezogen hatte, waren die Flüchtenden durch die herangeführten Unterstützungskräfte schnell gestellt. Es handelt sich bei ihnen um zwei männliche und zwei weibliche Personen. Der Fahrer ist ein 31-Jähriger aus dem Kreis Minden-Lübbecke und wird seit September per Haftbefehl gesucht. Er hat knapp zwei Jahre wegen erheblicher Verkehrsverstöße abzusitzen, was auch der Grund seiner Flucht war. Er ist auch nicht mehr im Besitz eines Führerscheins. Während der neuerlichen „Verfolgung“ wurden u.a. mehrere Rotlichtverstöße begangen, die zum Glück schadlos endeten. Ein Streifenwagen wurde bei einer Berührung mit dem Polo leicht beschädigt. Der 31-Jährige ist am Montag in die JVA zur Verbüßung seiner Strafe eingeliefert worden. Die Beamten leiteten ein neuerliches Verfahren wegen „gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr“ gegen ihn ein. Die anderen Insassen wurden nach Überprüfung wieder entlassen.

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Updated: 28. November 2016 — 17:07
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