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GI: Pressemeldungen vom 25.11.2016: Gießen/Linden/Staufenberg: Ingrid und Traudl rufen an

Gießen (ots) – Wieder mal versucht haben es sogenannte Enkeltrickbetrüger am Donnerstag in Gießen, in Großen-Linden und in Staufenberg. Wie in anderen Fällen auch riefen die angeblichen Verwandten ältere Frauen an, schilderten einen Notfall und nannten vertraute Vornamen. Dabei schilderten sie Notlagen wie Renovierungsarbeiten oder einem anstehenden Hauskauf. Letztendlich forderten sie in allen Fällen Bargeld. Bislang ließen sich die Frauen aber nicht hinters Licht führen und bezahlten nicht. In einem Fall gelang es den Betrügern, sich die Kontodaten einer Seniorin mitteilen zu lassen. Zu einer Geldabhebung kam es bislang offenbar aber nicht. Der so genannte Enkeltrick ist eine besonders hinterhältige Form des Betrugs, der für Opfer oft existenzielle Folgen haben kann. Sie können dadurch hohe Geldbeträge verlieren oder sogar um Ihre Lebensersparnisse gebracht werden. Mit den Worten „Rate mal, wer hier spricht“ oder ähnlichen Formulierungen rufen Betrüger bei meist ältere und allein lebende Personen an, geben sich als Verwandte, Enkel oder auch gute Bekannte aus und bitten kurzfristig um Bargeld. Als Grund wird ein finanzieller Engpass oder eine Notlage vorgetäuscht, beispielsweise ein Unfall, ein Auto- oder Computerkauf. Die Lage wird immer äußerst dringlich dargestellt. Oft werden die Betroffenen durch wiederholte Anrufe unter Druck gesetzt. Sobald das Opfer zahlen will, wird ein Bote angekündigt, der das Geld abholt. Hat der Betroffene die geforderte Summe nicht parat, wird er gebeten, unverzüglich zur Bank zu gehen und dort den Betrag abzuheben. Nicht selten ruft der Täter sogar ein Taxi, wenn das Opfer den Weg nicht mehr zu Fuß bewältigen kann. Auf diese Weise haben Enkeltrick-Betrüger in der Vergangenheit bereits Beträge im fünfstelligen Eurobereich erbeutet. Die Gießener Kriminalpolizei warnt und gibt folgende Tipps:

– Reagieren Sie mit Misstrauen, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben.

– Stellen Sie gezielte Fragen an den Anrufer, die auch nur der „richtige“ Anrufer Ihnen beantworten kann.

– Verständigen Sie andere Familienangehörige und schildern Ihnen den Anruf.

– Rufen Sie nicht die vom angeblichen Verwandten mitgeteilte Rufnummer zurück.

– Fremden, die als Vertrauenspersonen angeblicher Verwandter kommen, niemals Geld aushändigen.

– Anzeigen erstatten und Polizei verständigen, auch wenn man schon auf den Enkeltrick hereingefallen ist.

Hinweise bitte an die Kriminalpolizei in Gießen unter der Rufnummer 0641 – 7006 2555.

Jörg Reinemer Pressesprecher

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Mittelhessen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Ferniestraße 8
35394 Gießen
Telefon: 0641-7006 2040 
Fax: 0641-7006 2048

E-Mail: poea-gi.ppmh@polizei.hessen.de oder
http://www.polizei.hessen.de/ppmh
Updated: 25. November 2016 — 18:31
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