POL-WHV: Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland warnt vor Falschgeld und bittet um entsprechende Sensibilität – bei beiden Fällen waren 10-EURO-Scheine betroffen (Bild) – Movie-Money im Umlauf

sichergestelltes Falsifikat

Am frühen Donnerstagnachmittag, 20.02.2020, wurde die Polizei zu einem Verbrauchermarkt Am Wiesenhof in Wilhelmshaven gerufen. Um kurz vor 14:00 Uhr betrat ein Mann das Geschäft und bat darum, Geld in größere Scheine umzutauschen.

Bei der Geldsumme soll es sich um 680 EURO gehandelt haben, das in 10 Euroscheinen gestückelt gewesen war.

Die aufmerksame Angestellte legte daraufhin mehrere Scheine unter die UV-Lampe des Geldscheinprüfers und stellte bei dieser Prüfung fest, dass es sich bei dem Großteil der Geldscheine um Falschgeld gehandelt haben soll. Noch während ihrer Feststellungen soll die männliche Person geäußert haben, dass sich die Sache nun erledigt hätte.

Der Unbekannte nahm das Geld wieder an sich und soll daraufhin das Geschäft eilig verlassen haben. Auf dem Parkplatz des Verbrauchermarktes verlor die Angestellte den Mann aus den Augen.

Die mit einem gepflegten Erscheinungsbild auftretende, verdächtige Person soll ca. 175 cm groß gewesen sein, dunkle, kurze Haare, eine leicht gebräunte Haut, eine korpulente Statur gehabt und in deutscher Sprache mit Akzent gesprochen haben.

Nur eine Woche vorher wurde die Polizei ebenfalls in einen Verbrauchermarkt in die Jahnstraße nach Schortens gerufen. Auch dort wurde mit einem 10 EURO-Schein bezahlt, das Falsifikat fiel bei der Prüfung an der Kasse auf.

Der 40-Jährige „Bezahler“ gab an, dass er den Geldschein gutgläubig angenommen habe; wo dieses geschah, konnte er nicht nennen. Die Polizei geht nach derzeitigem Ermittlungsstand davon aus, dass die verdächtige Person, die in Wilhelmshaven das Geschäft betrat, Falschgeld umtauschen wollte, so dass ein Ermittlungsverfahren wegen Inverkehrbringen von Falschgeld eingeleitet wurde.

Bei dem Fall in Schortens könnte es sich um einen gutgläubigen Erwerb handeln, das Falsifikat wurde sichergestellt (FOTO), die Ermittlungen dauern an.

„Wir möchten diese beiden Fälle erneut zum Anlass nehmen, die Bürgerinnen und Bürger über mögliches Falschgeld zu sensibilisieren“ erklärt Andrea Papenroth, Pressesprecherin der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland.

„In beiden aktuellen Fällen sind 10 EURO-Scheine betroffen, bei dem in Schortens sichergestellten Schein handelt es sich um Falsifikat von einer schlechten Qualität, auf der Rückseite ist deutlich das Wort „Copy“ zu erkennen.“

Durch das angebrachte Wort „Copy“ geht die Polizeiinspektion davon aus, dass es sich sog. um „Movie-Money“ handelt und warnt eindringlich vor der Verwendung von „Movie-Money“ im Zahlungsverkehr. Bei diesen Scheinen, die im Internet zu kaufen sind, handelt es sich um Requisitengeld, ergo um Geld mit der Verwendung im Entertainmentbereich (PROP COPY).

Das Zahlen mit diesen falschen Scheinen erfüllt den Straftatbestand des Inverkehrbringens von Falschgeld und wird mit hohen Strafen geahndet.

Grundsätzlich gilt bei jedem Bezahlvorgang:

Schauen Sie sich das Geld genau an!

Prägen Sie sich bestimmte Sicherheitsmerkmale, wie z.B. den Sicherheitsfaden, den Farbwechsel beim Notenwert auf der Notenrückseite (OVI-Effekt) oder den Wechsel des Bildes beim Hologramm ein!

Verlassen Sie sich bei der Prüfung nicht allein auf ein Sicherheitsmerkmal und gehen Sie nach dem Prinzip „Fühlen-Sehen-Kippen“ die Ihnen bekannten Sicherheitsmerkmale der Reihe nach durch und ziehen Sie, falls vorhanden, ein Banknotenprüfgerät in die Überprüfung mit ein!

Bei Zweifeln sollte sofort die Polizei verständigt werden.

Falschgeld kann überall angeboten werden: Zum Beispiel an der Haustür, im Gedränge an der Kaufhauskasse oder am Fahrkartenschalter. Der wichtigste Komplize vieler Geldbetrüger ist die Leichtgläubigkeit ihrer Opfer. Und Opfer werden kann tatsächlich jeder.

Schärfen Sie ihren Blick und denken Sie daran:

Manche „Blüten“ können Sie richtig teuer zu stehen kommen. Denn wenn Sie Falschgeld entgegennehmen und dies zu spät bemerken, haben Sie gleich den doppelten Schaden: Sie bekommen keine Entschädigung und machen sich – wenn Sie das Falschgeld weitergeben – überdies sogar strafbar.

Die Polizei verweist in dem Zusammenhang auf die Internetseite der Bundesbank (www.bundesbank.de/Navigation/DE/Aufgaben/Bargeld/Falschgeld), auf der die Sicherheitsmerkmale der Geldscheine ausführlich erläutert werden.

Weitere Informationen erhalten Sie weiterhin unter www.polizei-beratung.de

Rückfragen bitte an:

Polizeiinspektion Wilhelmshaven / Friesland
Pressestelle Wilhelmshaven
Telefon: 04421/942-104
und am Wochenende über 04421 / 942-215